Top Bild

Peer-Education

„Anerkennung durch die Peer Group ist in der Entwicklungsphase der Jugend die wichtigste Quelle der Selbstachtung.“ (Oerter/ Montada)

Der Begriff "Peer" kommt aus dem Englischen und heißt "Gleichaltrige/-r". Man geht davon aus, dass die Jugendlichen untereinander Fragen mitbekommen, von denen wir als Erwachsene nichts wissen und auch nicht wissen sollen. Somit auch Themen wie Sucht, Drogen und Probleme mit dem Essen.

In einem Jahr werden im Rahmen eines Peerprojektes Schüler/-innen zu Ansprechpartnerinnen und zum Ansprechpartner für ihre Mitschüler/-innen, Freunde und Bekannten und in ihrer Arbeit begleitet. Sie setzen sich mit Themen auseinander wie: Was ist überhaupt Sucht? Wie entsteht Sucht? Was ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit Suchtmitteln? Wie kann ich helfen, wenn es zu viel war? Die Peers üben, wie es gelingt Freunde oder Mitschüler/-innen anzusprechen. Außerdem gestalten die Peers eigene Projekte für jüngere Schüler/-innen, um an der Schule bekannt zu werden und präsent zu sein.

Durch die umfassende Arbeit und die kontinuierliche Begleitung kann das Projekt als Beitrag zur schulischen Suchtprävention fest in das Schulkonzept aufgenommen werden.


Das sagen Peers der Freien Waldorfschule Köln zu Beginn ...:

"Wir haben strukturiert gearbeitet und trotzdem war es locker und hat Spaß gemacht."

"Jetzt weiß ich, wo Sucht überhaupt beginnt und was eher Probieren oder Genuss ist, das ist echt wichtig, um zu wissen, wann wir handeln müssen!"

"Ich freu mich auf die Projekttage mit den jüngeren Schüler/-innen."

"Es ist gut, dass wir eine feste Ansprechpartnerin haben, die uns das ganze Jahr bleibt."

"Wir wollen eine Peersfahrt!"

...und zum Ende

"Beim Peerprojekt in diesem Jahr hat es uns sehr gefallen, dass wir als Gruppe zusammengewachsen sind. Außerdem gefielen uns die ehrlichen Gespräche und der persönliche Kontakt zu den jüngeren Schülern." (Marilena Büll, 10. Klasse, Leonie Schulze, 10. Klasse und Ellena Bruchhäuser, 9. Klasse)

"Peer sein heißt nicht nur Wissen weiter zu geben, sondern auch selbst zu lernen und Ansprechpartner als Gruppe und nicht alleine zu sein." (Lisa Wegener, Marlene Hirschfeld, 10. Klasse)

"Durch das Peerprojekt bei Mandy Zimmermann konnte ich mein Wissen erweitern und es erfolgreich bei den Projekttagen an die jüngeren Schüler/-innen anwenden." (Aurel Pauleit, 10. Klasse)


Referenz der Schule:

"Seit vielen Jahren  haben wir an unserer Schule ein Projekt zur Suchtprävention,  wobei ältere SchülerInnen aus den Klassen 9-12 den jüngeren als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und Projekttage zur Suchtprävention in den Klassen 7 und 8 durchführen.

Um diesem Peerprojekt mehr Kontinuität und fachlich kompetente Begleitung zu geben, haben wir seit einem Jahr Frau Zimmermann als Beraterin engagiert. Sie hat den Peers begleitet, damitdie Peerss ihre Erfahrungen an die jüngeren SchülerInnen in den Projekttagen weitergeben konnten. Frau Zimmermann war für die SchülerInnen eine feste Ansprechpartnerin. Durch ihre kontinuierliche und verbindliche Begleitung konnte die Gruppe in dieser Zeit zusammenwachsen. Ebenso stand sie in regelmäßigem Kontakt mit dem Suchtarbeitskreis, dem LehrerInnen und Eltern angehören.

Als Ergänzung führte Frau Zimmermann einen Elternabend in der Klasse 8 durch, bei dem auch über das Peerprojekt informiert wurde für die Eltern der neuen Peers.
Geplant ist auch eine Teamsupervision für die LehrerInnen.

Die Zusammenarbeit verläuft erfreulich, die Rückmeldungen von den SchülerInnen sind durchweg positiv. Sie fühlen sich ernst genommen, zum eigenen Nachdenken angeregt und fachlich kompetent für ihre Einsätze vorbereitet. "
(Ulrike Rüchel, Beratungslehrerin Suchtprävention, Freie Waldorfschule Köln)

Die Peers stellen sich vor: Peers der Freien Waldorfschule Köln Chorweiler

 

 
Cicada - Schutz vor Sucht
Mandy Zimmermann, Tel. 0221 - 372396, mail: info@cicada-koeln.de